Katrin Rieger

Katrin Rieger, 51, erkennt man an ihrer stets positiven Ausstrahlung, mit der sie bei Rieger Partyservice die Gäste empfängt. In unserem Interview erzählt sie von ihrem Werdegang.

 

1.      Woher kommst du eigentlich?

Ich bin in Gütersloh geboren und aufgewachsen, also nicht weit von Marienfeld entfernt. Marienfeld kenne ich schon aus meiner Kindheit, da meine Großeltern hierherkommen und ich deshalb öfters in der von-Korff-Straße war.

 

2.      Wie bist du nach Marienfeld gekommen?

Ich habe meine Lehre als Hotelfachfrau im Hotel Busch in Gütersloh gemacht und dort meinen Mann kennengelernt. Er hat zu der Zeit seine Ausbildung als Koch absolviert. Danach musste er zum Bund und ich bin für ein Jahr in die Schweiz gegangen und habe am Brienzersee gearbeitet. Gemeinsam haben wir dann ein Jahr in München gewohnt und im Jahr 1990 sind wir nach Marienfeld gezogen. Damals haben meine Schwiegereltern das Restaurant noch geleitet. Es war allerdings schon immer angedacht, dass Georg den Laden mal übernimmt. 1994 hat er sich dann selbstständig gemacht.

 

3.      Hättest du während deiner Ausbildung gedacht, dass du mal im eigenen Restaurant arbeitest?

Soweit hatte ich nie gedacht. Schon der Weg zur Lehre war eher zufällig. Im Gegensatz zu heute herrschte damals Lehrstellenknappheit und ich war froh, eine Stelle gefunden zu haben. Da eine Lehre im Servicebereich einem viele Möglichkeiten eröffnet, hätte ich mir gut vorstellen können, mal auf einem Schiff zu arbeiten oder so. Aber wie das im Leben so ist, am Ende wird doch alles anders. Ich fühle mich in Marienfeld aber auch sehr wohl und die Arbeit macht mir sehr viel Spaß.

 

4.      Ihr habt eueren Restaurantbetrieb zum 1. Januar geschlossen und bietet jetzt jeden Freitag Event-Buffets an. Wie ist die Idee entstanden?

Wir haben uns für die Schließung entschieden, weil wir gemerkt haben, dass sich die Esskultur geändert hat und die Zahlen rückläufig waren. Da mussten wir etwas machen. Wir wollten den Raum trotzdem weiternutzen und kamen auf die Idee, feste Events am Freitagabend anzubieten. Nach einigen Überlegungen und Gesprächen ist die Idee einer kulinarischen Weltreise entstanden, sodass jeder Monat unter einem anderen Motto steht. Das ist für uns selbst spannend, macht viel Spaß und kommt auch sehr gut bei unseren Gästen an. An den anderen Tagen vermieten wir den Raum noch für Veranstaltungen.

 

5.      Was gefällt dir an Marienfeld?

Marienfeld ist für Kinder spitze und auch für Eltern zum Kindergroßziehen optimal. Die Lebensqualität ist hier sehr hoch. Toll ist auch die Nähe zur Natur und wir gehen oft mit unserem Hund im Hühnermoor spazieren. Gleichzeitig ist man nahe an Gütersloh, Bielefeld und Warendorf.

 

6.      Was wünscht du dir für Marienfeld?

Ich fände es schön, wenn es für Kinder neben dem Heimatverein noch mehr Möglichkeiten gäbe, in Vereinen aktiv zu werden, wie z.B. die Jugend-AG. Unser Sohn war bei SW Marienfeld eingebunden, aber unsere Töchter haben mit den Vereinen nicht so viel zu tun. Außerdem würde ich mir bessere Verkehrsanbindungen wünschen. Unsere jüngste Tochter ist 17 und geht in Warendorf zur Schule. Da muss man sie schon öfters zu Freunden bringen, weil keine Busse oder Züge fahren.