Heike Weckenbrock

Heike Weckenbrock, 50, ist seit einigen Jahren für das Geschäft Herzogs in Harsewinkel verantwortlich. Während sie beruflich viel in Harsewinkel unterwegs ist, wohnt und verbringt sie ihre Freizeit gerne in Marienfeld.

 

1.      Kommst du aus Marienfeld?

Ja, ich bin eine richtige Marienfelderin. Meine Eltern kommen beide aus Marienfeld und ich bin auch in Harsewinkel geboren worden. Selbst während meiner Ausbildung habe ich hier gewohnt und bin nach Bielefeld gependelt.

 

2.      Was hast du denn gelernt?

Nach der Schule habe ich eine kaufmännische Ausbildung bei Claas Guss in Bielefeld absolviert und danach bei meinem Vater in der Versicherungsagentur angefangen. Es war ursprünglich eigentlich geplant, dass ich die Agentur mal übernehme.

 

3.      Wieso ist es nicht dazu gekommen?

Nachdem ich etwa acht Jahre in der Agentur gearbeitet habe, traf ich Klaus und lernte somit auch die Textilbranche kennen. Sport, Mode, und Textilien waren für mich interessanter und im Nachhinein glaube ich, dass ich das vielleicht damals hätte lernen sollen. Allerdings kommt mir das kaufmännische Denken natürlich auch in dieser Branche zugute. Im Jahr 1996 und 1998 kamen dann unsere Kinder, sodass die Familie im Vordergrund stand und ich nur etwas bei Sport Weckenbrock im Büro ausgeholfen habe.

 

4.      Wie kam es zur Übernahme von Herzogs?

Vor acht Jahren hat Frau Hanhart sich bei uns in Marienfeld beworben, da Herzogs die Geschäftsaufgabe drohte. Wir fanden das schade und wollten verhindern, dass so etwas passiert. Die Idee, das Geschäft zu übernehmen, ist dann ziemlich schnell gereift. Zu Beginn hatte ich schon einige Bedenken, ob ich Familie und Beruf vereinbaren kann, meine Kinder waren ja gerade 12 und 14. Jetzt bin ich aber total froh, dass ich den Schritt gewagt und so meinen Traumjob gefunden habe. Wir haben dann den Laden einmal auf links gekrempelt, eine komplett neue Inneneinrichtung gewählt und das Angebot an Marken verändert, damit wir auch Kunden ab 25 ansprechen.

 

5.      Wie sieht dein Arbeitsalltag denn so aus?

Im Verkauf sieht man mich eher selten, das schaffe ich leider kaum. Ich habe genug zu tun mit der Organisation im Hintergrund, wie dem Einkauf und den allgemeinen Bürotätigkeiten. Für den Verkauf habe ich zurzeit zwei Angestellte: Frau Hanhart in Vollzeit und Kiki Konrad als Teilzeitkraft.

 

6.      Was gefällt dir an Marienfeld?

In Marienfeld kennt man einfach jeden. Es ist ein schönes Örtchen mit dem Kloster und vielen Freizeitaktivitäten. Außerdem geht man aus der Tür raus und ist mitten in der Natur. Ich würde sagen, mir fehlt hier eigentlich nichts.

 

7.      Was wünscht du dir für Marienfeld?

Die Infrastruktur könnte meiner Meinung nach verbessert werden. Es ist schwierig irgendwo hinzukommen. Für die Kinder war man immer das Taxi, weil zum Beispiel nach dem Kinobesuch kein Bus mehr gefahren ist oder sie abends noch bei Freunden waren.